Kleines Wein-Lexikon




Ich habe mir heute die Mühe gemacht euch ein kleines Wein Lexikon zusammen zu stellen.

Hoffentlich macht es euch ein wenig Spaß.


Offiziell muss für die EU Handelsbezeichnung Wein, einiges Beachtet werden.

Nur ein Getränk, das von Früchten der Weinrebe stammt, darf die Handelsbezeichnung „Wein“ tragen. Laut der Gesetzgebung in der EU muss ein Wein mindestens 8,5 Volumenprozent Alkohol enthalten.

Im weiteren Sinne kann man auch als Wein bezeichnen

Likörweine oder auch verstärkte Weine, sind meistens mit Weinbrand aufgespritzt, da die Hefen bei 17,5 Volumenprozent Alkohol absterben. Deshalb wird durch die weitere Zugabe von Alkohol in Form von Weinbrand die Gärung gestoppt. Dazu gehören, Madeira, Marsala, Sherry, Portwein und noch einige andere nicht so bekannte Sorten.

Schaumweine nennt man wegen des Gehaltes an perlendem Kohlendioxidgas - gelten Champagner, Sekt, Cava, Prosecco, Perlwein und Spumante.

Wein, der noch während der Gärungsphase getrunken wird, steht unter dem Oberbegriff neuer oder frischer Wein. Als Federweißer, Federroter, Sauser, Sturm, Bremser oder dergleichen in den Geschäften und Gastronomien erhältlich.

Durch die Aromatisierung oder Verdünnung, entstehen die Weinhaltige Getränke. Zu den weinhaltigen Getränken gehören Sangria`, Vermouth, Weinschorle oder Gespritzter.



Um Prädikatsweine zu unterscheiden, mus man auf die Öchsle Grade achten.


Prädikat Kabinett (mind. 67° Öchsle)

Prädikat Spätlese (mind. 88° Öchsle)

Auslese (mind. 104° Öchsle)

Prädikat Beerenauslese (mind. 120° Öchsle)

Prädikat Trockenbeerenauslese (mind. 154° Öchsle) verlangt Handlese.

Eiswein benötigt das gleiche Mindestmostgewicht wie die Beerenauslese, zudem müssen die Trauben bei der Lese gefroren sein (-7° C) und in gefrorenem Zustand ausgepresst werden, das heißt ohne die entsprechenden Wetterbedingungen kann kein Eiswein produziert werden, auch wenn die anderen Rahmenbedingungen erfüllt sind.




Noch ein paar kleine Tips!

Während Weißweine gekühlt (8–10° C) serviert werden, werden Rotwein bei 16–18 oder auch 20° C getrunken.

In der gehobenen Gastronomie ist es üblich, Weißweinflaschen erst am Tisch zu öffnen und den Gast zunächst degustieren zu lassen.

Einen alten Rotwein, bei dem Weinstein auskristallisiert ist, wird ein Kenner zunächst die Flasche in eine Karaffe umfüllen, wobei er ihn dekantiert.

Bei diesem langsamen Abgießen über die Kante des Flaschenhalses, bleibt eventueller Satz, das Depot, in der Flasche zurück. Anschließend lässt man den Rotwein längere Zeit „atmen“,

dabei gibt man ihm Gelegenheit, sich mit dem Luftsauerstoff in Verbindungen zu setzen.

Bei sehr alten Weinen ist allerdings Vorsicht angeraten, zu lange Oxidation durch Luftsauerstoff kann zum Verderb führen.

2006 veröffentlichte das Institut National de la Recherche Agronomique in Paris jedoch eine Studie, nach der eine übermäßige Oxidation durch Zugabe einer Prise gewöhnlichen Speisesalzes verhindert werden kann.



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