Paella-Geschichte und Rezept



Die Paella


Das Problem ein Rezept für eine Paella zu beschreiben, ist genau so schwierig wie bei den Italienern Pizza-Rezepte weiter zu geben. Ich werde aus dem Grund ein wenig über die Herkunft schreiben und die Grundart einer Paella.


Es wird oft gesagt, Paella sei das spanische Nationalgericht - das ist so nicht ganz richtig. Natürlich hat die Paella sich auf den Weg gemacht, das ganze Land zu erobern und das hat sie überwiegend geschafft. Eigentlich ist die Paella das Nationalgericht der Valencianos (so nennt man die Einwohner der Region Valencia) und der spanischen Ostküste.

Der Name Paella ist der Begriff für die flache Pfanne, in der sich früher die Feldarbeiter den Reis zum Mittagessen kochten. Zu der Zeit sprach man auch vom Essen der armen Leute, da nicht immer Fleisch als Einlage dabei war. Gemüse, Obst, Schnecken oder auch mal ein Stück Wurst waren die einfachsten Zutaten . An Sonntagen und Feiertagen gab es dann Kaninchen oder Hühnerfleisch als Einlage.

Falsch ist die Annahme, Paella sei ein Fischgericht; in eine originalen Paella kommt kein Fisch. Dies ist eine modernere Art, was bei den Valencianos auch als Paella de turistas (Touristen-Paella) „beschimpft“ wird.


Außer den Zutaten ist das gute Öl und Wasser ein wichtiger Bestandteil. Die Valencianos gehen da auch noch einen Schritt weiter, denn sie sagen, nur mit dem Wasser aus Valencia kann eine Paella gut werden. Darum nehmen Einheimische ihr eigenes Wasser mit, wenn sie außerhalb von Valencia Paella zubereiten wollen.


So, bevor es nun zu den Rezepten geht, möchte ich noch eines loswerden. Viel Köche haben die Meinung, ohne Safran ist eine Paella keine Paella, das ist aber nicht richtig. Oft wird für Paellas kein Safran verwendet, obwohl Safran in Spanien nicht sehr teuer ist. Ersatzweise wird die Paella mit dem Lebensmittelfarbe Tartrazin gefärbt. Dieser Farbstoff ist unter dem Namen „Colorante alimentario“ im Handel. Es gibt aber auch geeignete, preiswerte Paella-Gewürzmischungen mit Safran. Denn man bedenke, es war ein „Arme-Leute-Essen“ und die konnten sich kein Safran leisten.

Natürlich darf man auch Safran benutzen, aber es ist kein Muss. Nun zu den Rezepten, die natürlich von Region zu Region immer wieder abweichen können.


Die Zutaten für die Paella Valenciana

8-10 Portionen


250 g garrofó oder getrocknete weiße Bohnen

500 g tavella oder andere junge Bohnenkerne

1 Huhn ca 1,5 kg

1 Kaninchen, küchenfertig vorbereitet

Salz und Pfeffer

4 El Olivenöl

20-30 Schnecken

1 kg ferraura oder andere grüne Bohnen

250 g Tomaten, gehäutet und in Würfel geschnitten

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

2 g Safranpulver

750 g Reis


Weiße Bohnen über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abschütten. Huhn und Kaninchen waschen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch in Olivenöl von allen Seiten gut anbraten. Schnecken zugeben und kurz mit braten. Fleisch und Schnecken raus nehmen und beiseite stellen. Die Bohnen, Tomaten und Knoblauch im Öl anbraten. Die weißen Bohnen und 2 ½ Liter Wasser zugeben und 10 Minuten köcheln lassen. Den Reis und das Safranpulver zugeben und gut verrühren. Weitere 10 Minuten bei starker Hitze kochen. Fleisch und Schnecken zugeben und bei kleiner Hitze ca 10-15 Minuten garen. Wenn das Wasser ganz verdampft ist, noch einige Minuten weiter braten, bis sich die Kruste gebildet hat.


Kommentare

Dennis hat gesagt…
Cola heißt Schwanz? Dann hätte ich gerne ein Bourbon und Cola...
Anonym hat gesagt…
wusste ich nicht, dass Paella so verschieden sein kann.
Liebe Grüße,

Dani27

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