Uhles, Knällchen, Döppekooche, Kesselsknall


Mal etwas typisch Rheinisches

Wenn es Herbst und Winter ist, die Tage dunkel und kalt sind, dann ist die richtige Zeit für dieses einfache aber leckere Essen. Uhles, Döppe- oder Dippekooche und in der Bonner Region auch Kesselsknall oder auf der anderen Rheinseite zum Beispiel in Oberdollendorf Knällchen genannt, besteht zum größten Teil aus Kartoffeln.

Der Döppekooche ist eine alte rheinische Spezialität und war ursprünglich ein „Arme-Leute-Essen“. Er wurde traditionell bei den einfachen Leuten am St. Martinsfest aufgetischt, da sie sich keine Martinsgans leisten konnten.

Jede Hausfrau hat ihr eigenes Rezept, aber in einem gehen die Meinungen nicht auseinander, denn die Grundzutaten sind immer gleich: Kartoffeln, Zwiebel, Eier, Salz und Öl sind die Zutaten, die nicht fehlen dürfen.
Die verschieden Varianten lassen keine Wünsche offen. Viele geben Mettwürstchen oder Speck, Trockenobst und für die Bindung des Teigs Haferflocken oder ein eingeweichtes Brötchen dazu. Was ich oft als Gewürz heraus geschmeckt habe, ist Muskatnuss, was aber nicht in allen Familien gut ankommt.

Wenn dann tatsächlich etwas übrig beleibt, was nur selten vorkommt, dann schmeckt der Kooche in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten genau so gut. Manche Feinschmecker sagen sogar noch besser. Nun lassen sie sich für diese tolle Speise von ihren Gästen beklatschen.

Die Einkaufsliste für ca. 6-8 Personen

4-5 kg Kartoffeln
5-6 Eier
Salz und Pfeffer, nach Wunsch Muskatnuss
20-25 Scheiben durchwachsener Speck
und/oder 6-8 Mettwürstchen
5-6 Zwiebeln
Öl
und wenn es geht, dann einen gusseisernen Bräter, es geht aber auch im Römertopf

Zwiebeln und Kartoffeln auf der Küchenmaschine reiben, salzen und pfeffern, mit dem Salz aufpassen, besonders wenn man Mettwürstchen verwendet, da diese nachsalzen. Mettwürstchen unter den Teig heben und einen Teil in den gut gefetteten Bräter geben. Dann abwechselnd eine Lage Speck und eine Lage Teig decken. Als Abschluss wieder Teig, den man mit etwas Öl beträufelt.

30 Minuten bei 180-190 Grad in den Ofen, danach weitere zwei Stunden bei 200 Grad und zum fertig backen, 15 Minuten bei 225 Grad wegen der leckeren Kruste.

Kommentare

Andreas hat gesagt…
Hey Rico :) Also Kesselsknall gabs immer mal wieder von unserem Catering Dienst bei fotocommunity. Ist mir aber für MIttags zu schwer, liegt einem zu sehr im Magen zum Arbeiten, deshalb hab ich immer das andere gegessen :) Grundsätzlich aber was ganz leckeres!

Lg und schönen Sonntag Abend,

Andreas
dacio hat gesagt…
... ich finds auch immer klasse, tolle hausmannskost!

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