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Es werden Posts vom Februar, 2009 angezeigt.

Seeteufel, ein häßliches Wesen

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Der Seeteufel Wenn man bei einem Tauchgang dem Lophius piscatorius im Mittelmeer oder Atlantik begegnet, dann überkommt einen das Gefühl in der Zeit der Dinosaurier zu leben. Denn so skurril sieht dieses Wesen wirklich aus. Der Teufel wird in Küstengewässer gefunden, wo er in schlammigem und sandigem Boden auf seine Beute wartet. Er liegt dann dort eingegraben und wartet mit aufgerissenem Maul auf seine Beute, die er mit Antennen aufspürt. Seine Feinde kann er noch mit sechs Stacheln abwehren. Die Spanier nennen ihn auch „Meeresratte“ (rata de mar). Die Katalanen haben den Fisch in die Küchen gebracht und über ganz Spanien bekannt gemacht. Heute wird er auch hier in guten Fischgeschäften angeboten. Einige sind immer noch der Meinung, dass der Seeteufel zu fade sei. Doch kunstvoll zubereitet dient sein festes, aromatische Fleisch für tolle Kreationen. Den hässlichen Kopf bekommt man im Geschäft meistens nicht zu sehen. Die Katalanen fertigen daraus höchstens noch Brühe und

Seeteufel nach Matrosenart

Rape a la Marinera (Seeteufel nach Matrosenart) Die Einkaufsliste: 4 Seeteufelfilets á 250g Salz und Pfeffer 3 EL Olivenöl Mehl 1 kleine Zwiebel, fein gehackt 1 EL geschälte Mandeln 3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten 1 getrocknete rote Chilischote, entkernt und fein gehackt 1 Bund Petersilie, gehackt 1 Scheibe geröstetes Weißbrot 125 ml Weißwein 250 ml Fischfond 4 gekochte Riesengarnelen 4 gekochte Kaisergranaten Die Fischfilets waschen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen und etwas ziehen lassen. Olivenöl erhitzen, die Fischfilets in Mehl wenden und von beiden Seiten anbraten. In eine feuerfeste Form geben. Im restlichen Öl die Zwiebeln glasig dünsten. Mandeln, Knoblauch und Chilischote zugeben und an rösten. Petersilie und die Brotscheibe untermischen, den Weißwein zugießen und einmal aufkochen. Die Sauce im Mixer pürieren, mit dem Fischfond auffüllen, nochmals kurz aufkochen lassen und über die Fischfilets gi

Paprika mit Hackfleischfüllung

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Paprika mit Hackfleischfüllung Viele haben nicht die Zeit dazu, jeden Tag frisch zu kochen. Was ein Glück, dass es gefüllte Paprika gibt, die kann man wunderbar vorbereiten und nach Bedarf in den Ofen schieben. Ob unerwartet Besuch kommt oder die Familie Hunger hat. Mit dem Rezept sind sie in 30 Minuten fertig, den Rest macht der Ofen. Nun viel Spaß und guten Hunger! Die Einkaufsliste: Für 6 Personen 3 große (je eine rote/gelbe/grüne) Paprikaschoten 50 g trockenes Weißbrot oder ein altes Brötchen 4 Zwiebeln 2-3 Knoblauchzehen 4 El Olivenöl 2 Bunde Petersilie 1/2 Tl getrockneter Estragon 600 g gemischtes Gehacktes 120 g Ricotta (ital. Frischkäse) 1 Ei (Kl. M) 1 1/2 El Semmelbrösel Salz Pfeffer Muskat 5 El halbtrockener Weißwein 300 ml Kalbsfond 3 Lorbeerblätter wer es mag, Käse zum Überbacken Zubereitung 1. Paprika in der Hälfe überschneiden. Aus den Schoten Kerne und Trennwände entfernen. Brot in lauwarmem Wasser einweichen. 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein schneiden und

Barcelonas Traditionen

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--> Sant Joan, eine der buntesten und lautesten Traditionen in Barcelona Das Frühlingsende wird in Barcelona in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni gefeiert. Es geht um die so genannte Sommersonnenwende, das die kürzeste Nacht des Jahres ist. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, um den Anfang des Sommers zu feiern. Eigentlich kommt der Name vom Heiligen Sant Joan, obwohl es sich um keinen religiösen Feiertag handelt. Die ganze Nacht wird an großen und kleinen Lagerfeuern, mit Feuerwerk und lauten Geböller gefeiert. Die größten Feuer, die durch das mitbringen alter Holzmöbel oder anderem Holz zustande kommen, gibt es an den vielen Stränden. Dazu essen die Menschen Coca, ein flacher Kuchen mit Trockenobst und Pinienkernen. Getrunken wird dazu jede Menge Cava und auch einige süße Liköre. Wer also wirklich mal so richtiges katalanisches Leben mitbekommen will, der muss einfach am 23. Juni dabei sein. Ich habe das Rezept vom Coca dazu geschrieben, dann

Spanische Kaffeehäuser

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Kaffeetradition in Spanien Früher machten die Herren in den spanischen Kaffeehäusern Politik. Keine Politik die etwas geändert hätte, oder von der außerhalb gehört wurde. Das Kaffeehaus war eben das Rathaus der kleinen Leute und sie waren der „Staatsrat“, der das intellektuelle Leben des Landes prägte. Vor 50 Jahren verschwanden immer mehr Kaffeehäuser und wurden ersetzt durch Boutiquen oder die Einrichtung wurde durch Neo-Jugenstil geändert. Dies hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise wieder zurück entwickelt. Das schöne an den traditionellen Kaffeehäusern ist leicht zu erklären. Ob an der Bar oder an den Marmortischen mit den gusseisernen Füßen: die Menschen, die sich dort aufhalten und mit Gelassenheit einen Kaffee trinken, kommen aus allen Schichten. Da sitzt der Anarchist neben dem Kommunisten, der Chefarzt neben dem Müllmann oder die Hausfrau mit der Fabrikantenfrau zusammen und diskutieren über alles, was gerade in der Zeitung steht oder nebenan passiert ist. Diese