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Es werden Posts vom März, 2009 angezeigt.

Spaniens rote und grüne Tomaten

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Die rote Tomate

Peru und Mexiko werden häufig als erstes genannt, wenn es darum geht, wer die Tomate im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht hat. Genau wie die Banane war sie in dieser Zeit nur als Zierpflanze bekannt. Als „Goldapfel“ bezeichneten die Italiener die Tomate, weil sie damals so klein wie die heutige Kirchtomate war und gelb von der Farbe. In einigen Bücher steht, dass die spätere größere und rote Tomate auch als „Liebesapfel“ oder „Paradiesapfel“ populär wurde (wegen ihrer leuchtend roten Farbe). In Anlehnung daran nennt man sie in Österreich immer nach Paradeiser. In Spanien haben sie den aztekischen Namen tomatl übernommen.

Da die Tomate viel Sonne mag und feuchte Böden liebt, ist Spanien mit fast 4 Millionen Tonnen im Jahr ein sehr gutes Anbaugebiet. Die Buschtomaten, die meistens in Meeresnähe angebaut werden, nehmen sogar etwas von dem salzigen Geschmack des Meeres an. Dasselbe gilt für die mildere Stabtomate. Es gibt natürlich noch einige Sorten mehr, aber wir konzen…

Bananen und Kanaren

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Kanaren und Bananen
Ich muss ja ganz ehrlich zugeben, dass ich dachte, ich kenne die Kanaren ganz gut. Doch dass es dort Sorten der besten Bananen der Welt gibt, war mir vollkommen fremd.
Wenn man den Hotelanlagen und Stränden der westlichen Inseln den Rücken kehrt, ziehen sich schier endlose dschungelgrüne Felder durch die Landschaft. So weit das Auge reicht sieht man Bananenplantagen. Was die portugiesischen Seefahrer eigentlich als exotischen Zierstrauch aus Westafrika auf die Inseln brachten, entwickelte sich zu einem blühenden Geschäft. Was mich noch überraschte, ist die Tatsache, dass die Bananen der Karibik und Mexiko tatsächlich von den Kanaren abstammen.
Die wirtschaftliche Nutzung begann aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, als englische Geschäftsleute auf Gran Canaria und Teneriffa die aus Indochina stammenden Zwergbananen anbauten. Über hundert Jahre war die Bananen, die die Spanier konsequent plátano (was aus dem Lateinischen Platanus orientalis kommt) nennen…

Kanarisches Speisen und Leben

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Islas Canarias Nun habe ich ja schon einiges über das Festland geschrieben, vor allem Barcelona ist für mich persönlich jede Zeile Wert. Nun möchte ich auch den Rest Spaniens ins Auge nehmen und darüber berichten. Natürlich geht es für mich auch da wieder mehr um das Essen und um die Nahrungsmittel als um den Rest, denn darüber gibt es genug zu lesen. Anfangen möchte ich mit den Kanaren.

Und nun geht es los: Sieben Inseln umfasst das Kanarische Archipel, dass in nur wenigen Flugstunden vom Europäischen Festland entfernt zu erreichen ist. Dank des Kanarenstrom und den Passatwinden herrscht dort ein subtropisches Klima Die östlichen Inseln Lanzerote und Fuerteventura sind sehr trocken und karg, haben dafür aber sehr lange Strände.
Die westlich gelegenen Inseln Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, Gomera und El Hierro liegen geografisch etwas anders und haben dadurch mehr Niederschläge, was für eine üppige Vegetation sorgt.

Für die meisten sind die Inseln für den Massentourismus bekannt, aber…

Sagrada Familia

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--> Hallo, liebe Gastromacher Leser!
Hier mal wieder etwas über die schöne Stadt Barcelona
Eines der ungewöhnlichsten, bekanntesten und vor allem unvollendeten Meisterwerke Gaudis in Barcelona ist die Sagrada Familia. Fast schon besessen steckte Gaudi seine letzte kreative Energie in dieses Gebäude. Eigentlich begann die Geschichte des Temple Expiatori de la Sagrada Familia („Sühnetempel der Heiligen Familie“) als kleine Kapelle. Wie man heute sieht, hat sich an dieser Ansicht einiges geändert. Bis zu 115 Meter hoch erreichen die spindelartigen Türme der Sagrada Familia. Der Turm neben der Hauptkuppel soll einmal die Höhe von 170 Meter bekommen. Viel Zeit sollte man sich bei der Besichtigung der Details der Fassaden nehmen, in der viele Botschaften und biblische Geschichten versteckt sind. Wann dies einmal fertig gestellt wird, steht noch in den Sternen, geplant ist 2026. Denn jeder Stein muss von Hand ganz genau angepasst werden. Steine aus der Industrie kann man nicht benutzen. Anto…

Olivenöl

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Olivenöl

Ich dachte schon immer, wie kann man bei so vielen Weinen den Überblick behalten. Ich habe es irgendwann aufgegeben und mich auf das genießen der Weine konzentriert.
Aber dass es in der Welt des Olivenöls so viel Unterschiede gibt, das hat mich dann schon gewundert. Aber mit dem kleinen Ratgeber sollte es ein wenig einfacher gehen.

Trotz einiger Probleme 2007/08 gibt es tolle Olivenöle. In Griechenland haben Brände mindestens 50 000 Hektar Olivenhaine zerstört, darum gibt es aus dieser Gegend nicht viel neues zu berichten. Auch aus der Toskana gibt es schlechte Nachrichten. Die Olivenfliege hat sich durch den milden Winter so stark vermehrt, dass mehr als 80% der Produktion vernichtet war.
Wo es Verlierer gibt, da gibt es auch Gewinner und das sind dieses Jahr auf jedem Fall die Spanier und Sizilianer. Aber auch die Türkei haben wieder aufgeholt. Mit einer Qualitätsoffensive hat das traditionelle Olivenölland Türkei wieder tolle Spitzenangebote im Regal.

Der Gastromacher

Olivenöl

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Olivenöl-Ratgeber

















Neben der Nettofüllmenge, dem Mindesthaltbarkeitsdatum, dem Namen oder der Firma von Hersteller, Verpacker/Abfüller oder Vertreiber/Verkäufer, muss insbesondere die für Deutschland gültige Güteklassenbezeichnung auf dem Etikett ohne Wenden der Flasche deutlich erkenntlich sein.
Diese Güteklassen-Bezeichnungen werden ab 1. November 2003 durch Zusätze ergänzt, die dem Verbraucher die Unterschiede der Güteklassen noch besser verdeutlichen:
Natives Olivenöl extra, erste Güteklasse – direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen
Natives Olivenöl, direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen
Olivenöl – bestehend aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl – enthält ausschließlich raffiniertes Olivenöl und direkt aus Oliven gewonnenes Öl
Oliventresteröl, enthält ausschließlich Öl aus der Behandlung von Oliventrester und direkt aus Oliven gewonnenes Ö


Was bedeutet „erste Kaltpressung“ / „erste Kaltextraktion“?
Diese „Auszeichnungen“ …