Paprika-Gewürz, das rote Gold

Paprika, auch als der Spanische Pfeffer bekannt



Chistoph Columbus haben wir es zu verdanken, daß wir dieses herliche Gewürz in unseren Küchen Europas benutzen dürfen. Die sehr rote Schote gelang auf sehr abenteuerlichem Weg nach Ungarn. In einem ungarischen Sprichwort heißt es "Wenn du Paprika hast, dann hast du alles".
In Südamerika, wo der Paprika seinen Ursprung hat, wird er auch das rote Gold genannt, da sehr viele Menschen von dem Anbau lebten und auch einige sehr reich dadurch geworden sind.

Seitdem die Spanier die Verpflanzung 1449 von Südamerika nach Europa in die Wege geleitet haben, gibt es die verschiedensten Namen für diese Frucht. Es gibt übrigens mindestens über 80 verschiedene Arten und weit über 2.000 Sorten, die sich aber meist nur durch ihre Form und Farbe unterscheiden. Eigentlich aber heißt das kleine scharfe Gemüse nach dem aztekischen Wort chili oder nach ihren südeuropäischen Anbaugebieten eben spanischer Pfeffer oder türkischer Pfeffer.
Leider gibt es einige Sorten, die immer noch Paprika genannt werden, wo aber besser Chili oder Cayennepfeffer drauf stehen sollte.
Die Handelsform Delikateßpaprika ist vor allem ein Färbemittel, weil es sehr mild ist. Rosenpaprika ist eine Warnung vor Schärfe wert, weil in ihm Samenkörner und Scheidewände mitgemahlen werden.

Rosa oder süßer Paprika hat einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt und schmeckt Feinschmeckern am besten wenn es mit Schmalz angebratenen Zwiebeln, die schon vom Feuer gezogen wurden, beigemischt wird. Nicht heiß werden lassen, da das Gewürz sonst karamelisiert!

Nach Ungarn kam die Pflanze erst im 16. Jahrhundert und fühlte sich in dem Land mit genug Feuchtigkeit und heißen Sommern sehr wohl. Dort wurde die Paprika nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Abwehrmittel gegen Säugetiere. Die ungarischen Bauern brannten zum Beispiel Schnaps aus der Frucht und benutzten sie gegen Magenbeschwerden und Malariafieber.

Ich hoffe, ich habe ein wenig dazu beigetragen die Paprika oder Chili, besser kennen zu lernen. Wer aber noch mehr und vor allem die Sorten kennen lernen möchte, der kann sich die Internetseite, die am Schluss steht, ansehen.

Eine feurige Scharfe Zeit wünscht der Gastromacher


http://www.chili-balkon.de/sorten/chilisorten.htm



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