Crema Catalana, eine kleine Geschichte

Crema Catalana, mit dem Eisen gebrannter Nachtisch
Für die Katalanen gehört die crema catalana oder crema de Sant Josep (Creme des heiligen Josef) zu den Höhepunkten ihrer traditionellen Kochkunst. Trotz vieler Zweifler wird man den Ursprung der Creme in Katalonien zu suchen und zu finden wissen.
Die Tradition will, daß die Großmütter oder ledigen Tanten, die im Elternhaus wohnen, am 19. März, dem Joseftag, die köstliche Creme herstellen.
Auch noch heute machen viele Familien ein Ritual daraus und essen sie nur an diesem Tag.

Die Süßspeise wird in kleinen, flachen Tonschälchen serviert, da der Zucker mit einem eigens entworfenen und im Feuer erhitzten Eisen gebrannt wird.

Auch Äpfel oder Orangen werden mit der Creme gefüllt, was aber nicht mehr das Original ist. Leider bieten nur noch gute Lokale das Original an, die meisten kommen aus vorfabriziertem Pulver und aus der Tüte.
Dabei ist es wirklich keine große Aktion, vor allem weil man sie vorbereiten kann und im Kühlschrank wunderbar 2-3 Tage aufbewahren kann. Den Zucker zum karamelisieren macht man dann erst vor dem servieren drauf. Und wenn der Zucker dann knackt und die Gäste den Zucker mit dem Löffel aufbrechen, dann hat man gewonnen und meistens bleibt es nicht bei einer Portion Creme Catalana.


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