"Cuvée"

Champagner, Cava, Schaumwein, Wein... was ist ein „Cuvée“?


Neulich beim lesen auf dem Sofa prickelte der Champagner angenehm auf der Zunge... Zufällig trank der Held in der Geschichte einen Cuvée, woraufhin ich mich fragte, was das eigentlich ist. Ich wusste lediglich, dass es sich um einen speziellen Alkohol drehte. Nun habe ich herausgefunden, dass man bei uns einen Wein oder Champagner, der aus einem Mix von verschiedenen Rebsorten zusammengesetzt ist, als Cuvée bezeichnet.

Oft sagt man Mélange oder einfach Verschnitt dazu. Letzteres ist häufig abwertend gemeint, was aber nicht unbedingt richtig ist. Denn die Komposition der verschiedenen Reben dient eigentlich dazu, eine bessere Qualität zu erzielen.

Dabei soll zum Beispiel der Säuregehalt oder der Geschmack konstant gehalten werden. Restsüße, Tanningehalt, Fruchtgehalt und Alkoholgehalt usw. sind neben Reife sowie Farbintensität weitere Kriterien. Damit wollen die Hersteller ihre Hausmarke charakteristisch markieren. So dass jedes Produkt in jedem Jahr unabhängig von der Ernte gleich mundet. Ein gelungener Cuvée schmeichelt dem Gaumen besser als die einzelnen Bestandteile.

Beim Champagner nennt man die oberste Qualität beim zuerst abfließenden Most Cuveé; es kann aber auch lediglich die diversen Abfüllungen eines Champagner-Herstellers bezeichnen: In Frankreich wird jede Abfüllung eines Winzers Cuvée betitelt. Dabei kann es sich also ein „Couplage“ (Verschnitt) sein oder eine höherwertige Assemblage (Zusammenfügung).


Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Cuvées in Deutschland gibt. Obwohl das auf eine lange Tradition zurückgeht, sind die Kompositionen nur nicht so weit verbreitet und meistens als „Gemischter Satz“ im Handel.

Autor Dacio

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