Grillen oder Barbecue (Teil1)

Grillen oder Barbecue, die Pure Leidenschaft



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Nun ist es wieder soweit: das Wetter wird schöner (hoffen wir auf jeden Fall) und die Abende kann man länger draußen genießen. Was gibt es da schöneres, als ein kaltes Bier und einen heißen Grill, auf dem perfektes Fleisch und sonstiges liegt und mit leckeren Soßen zum guten Abschluss kommt.
Ich selber habe jahrelang das Grillen als die einfachste Sache der Kochwelt geschätzt. Bis ich jetzt gelernt habe, was es da für gravierende Unterschiede und Anforderungen gibt.
Es fing zum Beispiel damit an, dass ich dachte, zwischen Grillen und Barbecue besteht der Unterschied nur aus den verschiedenen Sprachen. Die Zubereitungsmethoden sind aber total verschieden, denn man spricht vom direkten und indirekten Grillen. Direktes Grillen ist das was wir alle kennen, die Kohle ist unten und das Fleisch ist oben. Die Temperaturen bei dieser Methode erreichen teilweise 500 °C bis 1000 °C.
Der durch die hohe Hitze austretende Fleischsaft kann wenn er in die heiße Kohle tropft gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen. Was aber auf keinen Fall gemacht werden sollte, Bier zum ablöschen nehmen. Dieses sollte man ausschließlich gegen den Durst gebrauchen. Das einzige, was das ablöschen des Grillguts mit Bier bewirkt, ist dass das Fleisch dreckig geworden ist. Denn der Bierdampf aus dem Grill hat die Asche mit nach oben gerissen. Legen sie lieber das Fleisch in eine Bier- Gewürz Marinade ein, dann haben sie auch etwas von dem Geschmack.

Barbecue ist indirektes Grillen. Es werden nur Temperaturen von 100 °C bis 200 °C erreicht, was das Grillgut schonend gart, aber auch wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Barbecuegrills haben einen Deckel oder eine Haube. Damit erzeugt der Grill Oberhitze, was für große Fleischstücke sehr wichtig ist. Mit dem Haubengrill kann man sogar Pizza oder Brot backen. Wichtig ist noch, ein Schälchen Wasser in den Grill zu stellen, denn darin wird das Fett gesammelt und neutralisiert.
Die Kerntemperatur des Fleisches steigt an der dicksten Stelle beim Barbecue nur langsam an, was dazu führt, dass der Saft nahezu vollständig im Fleisch bleibt. Dadurch kommt es sehr saftig auf den Teller.
Die Kruste wird natürlich nicht ganz so kross wie beim direkten Grillen. Wer aber auf das typische Grillaroma nicht verzichten möchte, der legt am Ende das Fleisch noch einmal ohne Haube direkt über die Glut. Wenn die Flammen noch mal hoch schlagen, dann macht dies nichts mehr, denn dass Fett und der Saft bleiben im Fleisch.


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