Knoblauch


Es gibt viele Geschichten rund um das Lauchgewächs Knoblauch, doch welche wirklich davon wahr sind, da streiten sich die Geister. Eine der bekanntesten Mythen ist wohl die, dass Vampire eine Lebensmittelallergie vom Knoblauch bekommen, wenn man es ans Kopfende des Bettes legt und ihnen dann schlecht wird. Doch ist es wirklich alles nur ein Irrglaube oder ist an manchen Erzählungen etwas dran?


Denn wenn ich in Büchern stöbere, dann stoße ich auf der ganzen Welt und bei ganz unterschiedlichen Völkern auf merkwürdige Erzählungen über den Knoblauch. In Indien zum Beispiel haben sie heute noch eine Knoblauchzehe in den Taschen oder im Kopftuch, dies soll den „bösen Blick“ von Ihnen abwenden.

Was ich schon glaube, dass die Griechen der Antike ihren Frauen jede Menge Knoblauch zu essen gaben, da es zu Sittsamkeit führte. Ich würde es eher als einsam machen bezeichnen. 


Diese Erfahrung habe ich am eigenen Leib erfahren. Ich habe einmal Turnier-Pool-Billard gespielt und hatte das große Glück in Essen bei einem sehr großen Turnier ins Halbfinale zu kommen. Am Abend vorher sind wir dann in die Essener Innenstadt gegangen und kehrten in ein italienisches Restaurant ein. Ich muss sagen, es war eine der besten Pizzas, die ich je gegessen habe. Doch über ein nahendes Problem habe ich mir bis dahin keine Gedanken gemacht. Das Turnier am nächsten Tag hatte ich total verdrängt. Es war so viel Knoblauch auf der Pizza, dass ich und meine Kollegen es nicht mehr selber wahrnahmen und es am nächsten Tag nicht mehr rochen. So ging ich am nächsten Mittag zum Halbfinale. Jede Menge Strahler und auch ein paar Kameras haben den Raum auf bestimmt 30 Grad aufgeheizt. Dann kam noch die Nervosität dazu und ich fing an zu schwitzen wie ein Schwe….! Den Rest kann man sich ja schon denken, ich war sehr einsam. Und ich denke, dass der Gegner es sehr schwer hatte das Spiel zu gewinnen. Er schaffte es trotzdem, ohne Gasmaske das Match an sich zu reißen und nach Hause zu holen. Ich war einfach nur froh, dass es zu Ende war, die Klamotten in die Ecke werfen konnte und lange duschen durfte. 


Was ich mir gut vorstellen kann, ist die Erzählung von Don Quijote und Sancho Panza, wo der Erstgenannte seinem Knappen befahl, esse weder Knoblauch noch Zwiebeln, sonst verrätst du durch den Geruch, dass du ein Bauer bist.

Aber zurück zum Thema. Nachdem der Knoblauch nicht mehr von dem königlichen Hof verbannt wurde, durfte er in den spanischen Küchen nicht mehr fehlen. Mit Brot, Olivenöl und Tomaten, Pfeffer und Salz war der Knoblauch eine einfache, aber leckere Vorspeise.

Ca. 180.000 Tonnen Knoblauch produzieren die Spanier in Jahr, wovon mindestens ein Drittel in die ganze Welt exportiert wird. In einem kleinen Ort in der Mancha (autonome Region in Spanien) leben 7000 Menschen direkt und indirekt von dem so genannten weißen Gold. Der ganze Ort liegt unter einer Glocke vom Duft des Knoblauchs. Natürlich merken auch die spanischen Bauern, dass die drückenden Preise, die aus China kommen, den Verkauf schwierig machen. Doch wer die Qualität des spanischen Knoblauchs kennt, der möchte keinen anderen in seiner Küche verarbeiten. Ob eingelegt, gebunden als riesige Zöpfe oder als Paste, der Knoblauch hat reissenden Absatz.

Ich bin glücklich, dass es diese Knollen gibt und ich denke ich spreche da vielen aus dem Herzen.

Viel Spaß beim Kochen mit Knoblauch

Der Gastromacher

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Hallo,

lustig, dass Knoblauch im Zusammehnhang mit dem Bösen kommt... obs die Frauen wirhklich sittsam gemacht hat, glaube ich nicht;-)))9

Claus Richeter
daciobcn.wordpress.com hat gesagt…
Billiard spielen und Knoblauch essen, um den Gegner zu verwirren - bösartiger Stratege! ;-)Mehr solcher Anekdoten bitte!

Dacio
Anonym hat gesagt…
schöner informatifer blog.

marlene

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