Das „Loup de mer“ in Kölle


Der Umzug des „Loup de mer“ von der Bonner-Straße im Kölner Bayenthal ins Lindenthal ist der Familie Grimmiger sehr gut gelungen.

Wir wurden vom Chef des Hauses persönlich an der Tür abgeholt, der uns sehr nett und gut gelaunt empfing. Herr Grimmiger, so sein Name, zeigte uns die mit viel Eis gekühlte und mit frischem Fisch bestückte Vitrine direkt im Eingangsbereich. Dort kann man sich das ansehen, was später auf dem Teller serviert wird.

Auf dem Weg zu unserem Tisch teilte er uns noch mit, dass er sehr großen Wert auf die frische und der Herkunft des Fischs legt. Was ich ihm auch ohne Abzug glaubte.
Unser Tisch gefiel uns, obwohl wir lieber auf der schönen Terrasse gesessen hätten, aber dafür war es leider schon zu kalt.

Der Service hat uns genau so nett begrüßt und brachte uns ohne Umschweife die Karte. Die Frage nach einem Aperitif schlugen wir aus, denn wir freuten uns schon auf ein gutes Glas Wein.

Bis auf den Hinweis, das es heute keinen Kabeljau gab, lies man uns ganz in Ruhe die Karte studieren. Auf Nachfrage ließen wir uns vom Service beraten und stellten ein tolles Menü zusammen. Die dazu gehörige Weinberatung war sehr gut, vielleicht ein wenig zu lange. Doch die Mühe hat sich gelohnt, denn die offenen Weine waren perfekt abgestimmt auf die Speisefolge.

Die empfohlene Hummercremesuppe mit dem Schuss Cognac oder die Consommé von Edelfischen war ein toller Einstieg für diesen Abend. Die Consommee war gut, für mich persönlich könnte sie ein wenig kräftiger sein. Aber dies ist nun wirklich eine Geschmackssache.
Ich möchte mich aber nun nicht über das komplette Essen auslassen, dann müsste ich immer dasselbe schreiben, denn es war ein sehr leckeres und geschmacklich einwandfreies Dinner. Wir halten uns sehr viel in Barcelona auf und sind daher vom Fisch verwöhnt. Diesem Anspruch kann das „Loup de mer“ auf jedem Fall die Stirn bieten.

Einem Bekannten von uns war der Fisch ein wenig zu stark in der Pfanne/Grill gebraten, was mir normalerweise viel besser schmeckt. Außer, der Fisch wäre jetzt trocken gewesen, dann wäre es natürlich nicht perfekt. Da dies aber nicht der Fall war, gibt es nur den Daumen hoch. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber dann doch noch. Der Espresso war leider nicht heiß genug, was den Geschmack leider ein wenig trübte.

Das „Loup de mer“ ist vom Restaurant bis hin zu den Toiletten ein sehr sauberes und gepflegtes Unternehmen, in dem man sich auf jedem Fall fast schon familiär aufgehoben fühlt. Wir freuen uns auf den Sommer, dann werden wir der Terrasse einen Besuch abstatten und wir sind uns sicher, dass wir lange bleiben werden.
Zu den Preisen möchte ich nur sagen, wer selber auf einem Fischmarkt oder in einem Fischgeschäft einkaufen geht, der merkt sofort, dass der Einkaufspreis von Fisch schon sehr hoch ist. Daher finde ich die Preise im „Loup de mer“ auf jeden Fall in einem vernünftigen Rahmen. Nicht zu vergessen, das täglich wechselnde Mittagsmenü, bei dem man mit einer Vorspeise und einem Hauptgang, so wie einem Glas Wein für 15 € verwöhnt wird.

Zum guten Schluss noch meinen eigenen Tipp: Die gemischte Fischplatte mit Algen


„Loup de mer“
Hans Sachs Str. 16
50931 Köln
Telefon: 0221-3400330
E-Mail: loupdemert-online.de


Öffnungszeiten:
Montags geschlossen
Samstags mittags geschlossen
Ansonsten mittags ab 12:00 Uhr (Küche bis 14:00 Uhr)
und abends von 18:00 Uhr (Küche bis 22:00 Uhr)
Reservierung kann ich nur empfehlen

Einen fischigen Gruß

Der Gastromacher on Tour

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