Wiener Schnitzel (klassisch)

Wiener Schnitzel, da erwecken bei mir Kindheitserinnerungen. Denn meine Eltern sind früher mit uns oft nach Österreich gefahren. Und was gab es schöneres, wenn man von einer Wanderung rund um den Groß Glockner wieder in Richtung Heimat trabte und in ein Wirtshaus einkehrte? Nicht viel, denn wenn wir die Tür vom Restaurant aufmachten, dann roch es nach dem Butterschmalz, in dem die Schnitzel goldgelb gebrutzelt wurden. Herrlich!

Und eigentlich ist es auch kein zauberhaftes Wunder ein richtig gutes Wiener Schnitzel zu backen, wenn man so ein zwei Dinge beachtet.



Nun aber zum Rezept!

Für 4 Personen

4 Kalbsschnitzel á ca.180 g, schon beim Metzger auf 4-5 mm schneiden lassen (macht lieber 1-2 Schnitzel mehr, die werden immer gegessen)

eine Schale mit Mehl

eine Schale mit Semmelbrösel (am besten aus alten Brötchen oder Toastbrot selber gerieben)

eine Schale mit 2-3 verquirlten Eiern 2-3 EL Milch und 2-3 EL Sahne bereitstellen, mit Salz, frischen Pfeffer würzen

Ca. 300 g Butterschmalz, zur Not auch Schweineschmalz

2 Zitronen

Wer möchte, der kann noch Petersilie und Sardellen zum dekorieren besorgen.

Die Schnitzel zwischen zwei aufgeschnittenen Gefrierbeutel mit leichten Druck plattieren. Nicht mit einem Fleischklopfer mit Kerben. Wenn man kein Platiereisen hat, dann nehmt eine kleine Pfanne oder Stieltopf. Wenn noch Hautränder am Fleisch sind, diese abschneiden, sonst zieht sich das Fleisch zusammen.
Nun das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Die Schnitzel zuerst in der Schale mit Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Dann in das verquierlte Ei geben und zum Schluß in die Semmelbrösel legen, leicht andrücken, aber wirklich nur leicht... mit Gefüüühl. Für den späteren Gaumensex, würde Rosin hier wohl sagen hihi.

In einer großen Pfanne viel Butterschmalz schmelzen und so heiß werden lassen, dass wenn man einen Holzlöffelstiel reinhält Blasen daran entstehen. Die Schnitzel von beiden Seiten goldbraun backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Wiener Schnitzel mit Zitrone und Sardelle dekorieren und mit Kartoffelsalat, Petersilienkartoffeln oder auch selbstgemachte Fritten servieren. 



Noch eine kurze Anmerkung: Ihr könnt natürlich auch Schweineschnitzel nehmen, aber das original ist aus Kalb. Auch früher schon, gab es auch in Österreich Gaststätten die Schwein statt Kalb nehmen, dann müssen sie es aber "Schnitzel Wiener Art" nennen. Fertig!!!!
Der Gastromacher wünscht euch „Guten Hunger“

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