Pizzateig original wie beim Italiener

Ob die Pizza in Italien erfunden wurde oder die Griechen die ersten waren, die mit ihrer Pita den Weg bereiteten, das ist doch eigentlich nicht so wichtig. Wichtig ist, dass diese runde gebackene Teigplatte fast die ganze Welt erobert hat.

Nie zuviel auf eine Pizza legen, dann wird der Teig nur matschig! 


Auch die Zubereitung des Teiges ist eine Wissenschaft für sich und es gibt unzählige Rezepte. Doch nur so einige Rezepte sind wirklich gut und bringen das perfekte Ergebnis und den Geschmack. Ich habe vor einigen Jahren bei einer italienischen Mama in der Nähe von Neapel einen der besten Teige gelernt. 

Wenn es im Ofen brutzelt und der Teig Blasen wirft, ist die Pizza fertig! 


Natürlich hat nicht jeder einen Pizzaofen zu Hause, aber das ist auch nicht so schlimm. Ganz gut ist ein Pizzasstein, den man auf die unterste Stelle im Backofen legt. Aber auch ohne geht es: einfach ein Backblech umdrehen und ganz unten im Backofen platzieren. Dann bekommt man ein schönes Backerlebnis.

Das letzte, was noch sehr wichtig ist, ist das Mehl. Die Mama aus Italien hatte natürlich ihr eigenes Mehl, aber sie meinte zu mir, das man in Deutschland den Mehltyp „00“ wählen sollte. Und dass man den Teig immer nur mit den Händen bearbeiten solle, dann gibt es das beste Ergebnis. 

Aber nun zum Teig!

Zutaten:

½ Liter kaltes Wasser
30 Gramm frische Hefe
875 Gramm Mehl Typ „00“ ich bestelle mir immer das Mehl „PIZZA MEHL, TYP "00", HOFBRÄU-KUNSTMÜHLE BLUM“
1 ½  TL Salz

Wasser in eine Schüssel geben. Die frische Hefe mit den Händen in das Wasser bröseln bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Mindestens fünf Minuten, auch wenn die Hand immer kälter wird. Aber die Hand wird schnell wieder warm. Denn nun kommt das Mehl nach und nach mit dem Salz in die Hefemischung. Erst in der Schüssel so lange kneten bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt. Etwas Mehl auf eine Arbeitsplatte streuen. Jetzt werden Ausdauer und Muskeln gefordert. Der Teig wird nun geknetet und gefaltet und weiter geknetet und gefaltet bis ein elastischer homogener Teig daraus geworden ist. Ich persönlich knete ihn mindestens 20 Minuten. Denn die gute Frau aus der Nähe von Neapel erzählte mir, der Teig liebt beim kneten die Wärme der Hände, denn dadurch verbindet sich das Klebeeiweiß perfekt. Das würde man mit einer Maschine nicht schaffen. Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander, doch ich glaube wirklich dran, weil ich schon mit und ohne Maschine den Teig gemacht habe und er wurde mit der Hand einfach besser. 

Links der Pizzateig nach dem gehen und rechts vorher!


Zum guten Schluss muss er noch richtig gehen. Dabei ist es wichtig, dass ihr eine Kiste habt, die tief genug ist (ca. 15 cm), wo der Teig sich so richtig aufblähen kann. Mit einem angefeuchteten Küchentuch abdecken und eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Nach dieser Stunde den Teig in sechs gleich große Stücke teilen. Noch einmal die Teigstücke kneten, Kugeln formen und wieder in die Kiste legen. Mit dem Tuch abdecken und mindestens 4-5 Stunden gehen lassen. Dann ist der perfekte Pizzateig fertig.


Guten Käse wählen. Nach Geschmack, nur keinen Schmelzkäse oder so was.
Mozzarella ist mein liebster Pizzakäse!


Und bitte nicht den Fehler machen und die Teig-Kugeln mit einer Rolle zu einem platten runden Stück walzen, sondern langsam, mit Gefühl und den Händen auseinander ziehen, damit die kleinen Luftbläschen, die sich gebildet haben nicht alle kaputt gehen. Denn die machen den Teig luftig und knackig. Einen kleinen Rand lassen, der schön knusprig wird, und nach Lust und Laune belegen. (Wie hier auf den Fotos zum Beispiel mit Gambas).

Nun viel Spaß mit der leckeren Pizza!

Euer Gastromacher

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